Bezahlung
Realistisch verdienst du etwa 6–12 US-Dollar pro Stunde – oft auch deutlich weniger. Einzelne Audio-Aufgaben werden mit rund 12,50–15 US-Dollar pro Aufgabe ausgeschrieben. Der Alltag sieht aber niedriger aus: Eine belegte echte LXT-Aufgabe zahlte nur 0,09 US-Dollar pro Aufnahme (bei 250 vorgegebenen Sätzen). Wichtig: Hohe Angaben wie „65 US-Dollar pro Stunde" aus Job-Suchmaschinen gelten für fest angestellte Mitarbeiter – nicht für dich als Worker. Als Verdienst-Versprechen sind sie irreführend. Als planbares Haupteinkommen taugt LXT nicht. Bestenfalls ist es ein unregelmäßiger Nebenverdienst.
Bewerbungs-Hürde
Der Einstieg ist einfach. Du registrierst dich als Mitwirkender („Contributor“) oder bewirbst dich direkt auf ein Projekt für deine Sprache. Dabei legst du ein Profil an – unter anderem mit deiner Muttersprache und deinen Fachgebieten. Aufwändige Prüfungen oder Fachtests gibt es für die Sammel-Aufgaben meist nicht. Ausgewählt wirst du eher über die Anforderungen des Projekts (zum Beispiel: deutscher Muttersprachler). Außerdem gibt es Obergrenzen: Sind genug Leute angemeldet, wird die Anmeldung zeitweise geschlossen.
Wird DACH akzeptiert?
Ja, grundsätzlich schon. Es gibt eigene deutschsprachige Sammel-Projekte (etwa „German Audio Data Collector"), die sich an deutsche Muttersprachler richten. Und durch die übernommene Firma Clickworker (Sitz in Essen) sind viele Worker aus dem DACH-Raum dabei. Du kannst dich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt registrieren oder bewerben. Aber beachte: Einzelne DACH-Anzeigen verschwinden zeitweise wieder. Und welcher Wohnsitz genau verlangt wird, kann je nach Projekt anders sein.
Klagen & Reputation
Warnung: Mehrere Menschen berichten unabhängig voneinander und auf verschiedenen Seiten, dass sie trotz erledigter Arbeit kein Geld bekamen. Auf Trustpilot steht LXT bei 2,6 von 5 – rund 83 % geben nur 1 Stern – allerdings bei insgesamt nur 6 Bewertungen. Dort finden sich Kommentare wie „never got paid" (nie bezahlt); ein einzelner, nicht unabhängig prüfbarer Glassdoor-Bericht nennt zudem ein „Project Ephesus", das nicht gezahlt habe. Eine bestätigte Klage gegen LXT ist nicht bekannt. Auch in den branchenweiten Verfahren um die falsche Einstufung von Workern als Freelancer (etwa gegen Surge AI oder Scale AI) taucht LXT nicht auf. Im Netz kursieren automatisch berechnete „Scam-Scores" – die sagen wenig aus. Das echte Risiko bleibt aber: Es kann passieren, dass du auf dein Geld wartest.
Quellen: Trustpilot-Profil LXT.
Worker-Realität
Die Erfahrungen der Worker sind gemischt bis kritisch. Viele bekommen ihr Geld ganz normal. Aber mehrere berichten auch: Eingereichte Arbeit wird abgelehnt, fast ohne Begründung. E-Mails bleiben unbeantwortet. Zahlungen kommen nicht an. Ein Bewerter schildert einen offenen PayPal-Streitfall über 140 US-Dollar – ohne jede Rückmeldung. Selbst wohlwollende Quellen sagen: LXT ist ein Zuverdienst („supplemental income"), kein Hauptjob. Ausgezahlt wird ab 10 Euro bzw. US-Dollar (per PayPal oder SEPA-Überweisung). Die Arbeit kommt unregelmäßig und hängt stark vom jeweiligen Projekt ab.
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Nimmt LXT Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an?
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Ist LXT seriös?
Angaben Stand 1. Juli 2026, aus mind. 2 unabhängigen Quellen verifiziert, ohne Gewähr — Konditionen können sich ändern. Keine Rechts- oder Steuerberatung.
